04.12.2018 in Veranstaltungen von SPD Südpfalz

Martinipreis für Renan Demirkan

 

Die Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan hat den diesjährigen Martinipreis der südpfälzischen SPD erhalten. Der Preis geht an Persönlichkeiten und Organisationen, die sich in besonderer Weise um Demokratie, politische Kultur, um Aufklärung und Wahrhaftigkeit verdient gemacht haben.

In seiner Begrüßungsrede betonte der Unterbezirksvorsitzende Thomas Hitschler, dass der Vorschlag Renan Demirkan alle Vorstandsmitglieder sofort überzeugt habe und sich der UB-Vorstand einhellig für Renan Demirkan ausgesprochen habe.

Laudator Martin Schulz würdigte die Preisträgerin als eine herausragende Persönlichkeit, die sich für die Grundwerte in der Gesellschaft einsetze und für den Geist der Toleranz, des Respekts und des Miteinanders in der Gesellschaft stehe. Es bestünde die Gefahr, dass dieser Geist durch rechtpopulistische Parteien zurückgedrängt werde, sagt Schulz. Schulz lobt Demirkan als eine Persönlichkeit, die ihre Stimme erhebe und den Finger in die Wunde lege. Er kenne Renan Demirkan als eine streitbare Frau, als großartige Europäerin, die sich stark mache für Respekt unter Bürgern gleich welcher Hautfarbe. Martin Schulz sprach auch zwei Projekte von Renan Demirkan an, die es zu erwähnen gelte. So habe sie ein Wohnprojekt für an Brustkrebs erkrankte Frauen gegründet und den Verein „Checkpoint Demokratie" mit ins Leben gerufen, eine Plattform, die zum Dialog über Rassismus, Rechtspopulismus und den Zustand der Gesellschaft einlade. Martin Schulz zitierte Artikel eins des Grundgesetzes, in dem stehe die „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Er sagte „Ich sehe Dich Renan deshalb als Persönlichkeit des Artikels eins“. Er schloss seine Laudatio mit den Worten

„Für den Sieg des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun. Wir wollen ein Volk guter Nachbarn sein, nach Innen und nach außen“

In ihrer Dankesrede bezeichnete sich Renan Demirkan als Kind der 68er, überzeugt von Willy Brandt. Sie sprach an, was in Deutschland falsch läuft und besser laufen müsse. So kritisierte sie die Hartz-IV-Reformen, die zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt hätten. Sie nannte die Gesetze eine Demütigung für die betroffenen Menschen und forderte das Verbot von Zeitverträgen. Die Reformen hätten viele Kunstschaffende zu Tagelöhnern gemacht. Die Idee der Sozialdemokratie muss neu überdacht werden, verlangte die Schauspielerin und forderte die SPD auf, Politik für eine moderne Gesellschaft zu machen. Diese Politik müsse soziale Balance und Teilhabe sichern. Am Ende ihrer Rede richtete sich sie noch einen Appell an die Politik. Diese solle sich an Artikel eins des Grundgesetzes orientieren und den Dialog mit den Bürgern führen. Die Einkommensunterschiede im Land sollten abgebaut und ein flächendeckender Demokratieunterricht an allen Schulen eingeführt werden.

Neben den Reden vom Martin Schulz und Renan Demirkan, die beide minutenlangen Applaus erhielten, waren die Besucher begeistert von den Darbietungen der Jazz-Combo des Alfred-Grosser-Gynmasiums aus Bad Bergzabern. Die jungen Musiker  und Musikerinnen sorgten für eine würdige Umrahmung der Feierstunde im Haus des Gastes in Bad Bergzabern.

 

02.12.2018 in Veranstaltungen von SPD Kreis Germersheim

Alt werden im Heimatort ist möglich SPD-Veranstaltung zeigt Wege auf

 

Bellheim. Wie will und kann ich im Alter leben? Dieses Thema scheint die Generation 50 plus zu bewegen. Jedenfalls war das Bürgerhaus in Bellheim gut gefüllt. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die vorgestellten Lösungswege. Felix Werling, Vorsitzender der Kreis-SPD, begrüßte mit einem Zitat von John Knittel: „Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft“. Daraus ergäbe sich die gesellschaftliche Aufgabe, unseren Mitmenschen und Angehörigen ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben auch im hohen Altergarantieren zu können, so Werling.

Nicole Zor, Pflegeberatung Zor, Wörth, gab einen Überblick über die demografische Entwicklung: „Bis 2030 steigt die Zahl der  Menschen mit Hilfebedarf auf 3,4 Millionen (2010: 2,4 Mio., Quelle: Stat. Bundesamt), während die Zahl der informellen Pflegepersonen drastisch sinken wird. Zor hatte  Antworten parat für das, was wir zukünftig brauchen: „Sorgende Gemeinschaften gilt es aufzubauen, wie beispielsweise organisierte Nachbarschaftshilfen oder Bürgervereine mit Bürgerbussen für Arztfahrten oder Einkäufe“. Aber auch Seniorenbeiräte in den Gemeinden und Netzwerke aller Akteure seien wichtig.  

Ein funktionierendes Beispiel aus der Praxis stellte Arnika Eck, die Vorsitzende des Bürgervereins Neuburg, vor. „Unser Verein begann in 2011 mit niedrigschwelligen Angeboten, inzwischen absolvieren wir rund 300 Arzt- und Einkaufsfahrten im Jahr“. Zudem habe man sich an ein Großprojekt, das das Alt werden im Heimatort ermöglicht, heran gewagt:  dem Bau einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft für 12 Personen. Die WG sei von Anfang an voll belegt gewesen. „Der Bürgerverein Neuburg ist ein klassisches Beispiel, wie Bürger ihre Angelegenheit selbst erfolgreich in die Hand nehmen können,“, so Eck.   

Landtagsabgeordnete Kathrin Rehak-Nitsche berichtete über verschiedene Punkte der Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum unter anderem von Plänen der Landesregierung, eine Landarztquote einzuführen. Das würde bedeuten, dass sich zehn Prozent der Medizinstudenten verpflichten sollen, 10 Jahre in einer Gemeinde ohne Arzt zu praktizieren.  „In drei bis vier Jahren müssten wir davon einen Nutzen verspüren, so Rehak-Nitsche. 

Ein Beispiel, bei dem sich Angehörige und Profis die Verantwortung für Menschen mit Hilfebedarf teilen, gab Michaela Heilmann von der Tagespflege-Einrichtung Niederwiesen aus Wörth. Wir geben den Gästen von 8 bis 17 Uhr eine Tagesstruktur mit vielen Beschäftigungsangeboten. Viele Angehörige wüssten nicht, dass die Pflegekasse einen großen Teil der Kosten übernehme. Heilmann machte ein Rechenbeispiel: „Bei einem vorhandenem Pflegegrad z. B. 3 ist bei einem Besuch von einem Tag pro Woche die Tagespflege komplett kostenfrei durch die Übernahme der Pflegekasse. Bei einem Besuch an zwei Tagen pro Woche sind gerade mal 50 Euro selbst zu finanzieren“. 

Auch der Fachkräftemangel in der Altenpflege war Thema des Abends. Dazu lieferte Roland Hecht einen Lösungsvorschlag: „Unser Unternehmen, RH-Asia-Consulting in Hagenbach, vermittelt Fachkräfte aus dem asiatischen Raum und unterstützt Ausbildungseinrichtungen von der Rekrutierung in Vietnam bis zur Ankunft in Deutschland“. „Wir kümmern uns um alles Administrative“, sagte Hecht. 

 

 

07.11.2018 in Veranstaltungen von SPD Kreis Germersheim

Alt werden im Heimatort.

 

Wegen Bauarbeiten bitte über die Karl-Silbernagel-Str. zum Bürgerhaus fahren.

Veranstaltung am 21.11.2018 im Bürgerhaus Bellheim, Hauptstr. 141

 

Die Bevölkerung in Deutschland wird erfreulicher Weise immer älter. Schon bald wird jeder Dritte im Land älter als 60 Jahre sein. Die Frage, wie Menschen im Alter und auch bei Pflegebedarf möglichst lange selbstbestimmt und in der gewohnten Umgebung leben können, spielt in Zukunft eine bedeutende Rolle. Die SPD im Kreis Germersheim hat sich mit dem Thema beschäftigt und informiert anhand von Praxisbeispielen und zeitgemäßen Konzepten in der Veranstaltung „Alt werden im Heimatort“ wie dieser Wunsch zur Wirklichkeit werden kann.

Vorträge:
• Alt werden im Heimatort (Nicole Zor, Pflegeberatung Zor)
• Pflege-WG als neue Wohnform (Arnika Eck, Bürgerverein Neuburg)
• Die Tagespflege – geteilte Verantwortung (Michaela Heilmann, Seniorentagespflege, Wörth)

An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen die SPD Landtagsabgeordnete Dr. Katrin Rehak-Nitsche (Thema: Gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum) sowie weitere Akteure aus Gesundheit und Pflege teil.

Der SPD-Kreisverband freut sich auf Ihren Besuch und eine spannende Diskussion.
Die Veranstaltung findet im Bürgerhaus Bellheim, Hauptstr. 141, statt.

 

 

12.10.2018 in Veranstaltungen von SPD Germersheim

Umgang mit kultureller Vielfalt in Städten

 

Öffentliche Diskussions- und Informationsveranstaltung der Veranstaltungsreihe  „Zusammenleben in Vielfalt heute“

Studie Bertelsmann-Stiftung „Kulturelle Vielfalt in Städten“
Konzept „Demokratie und Vielfalt“ SPD Kreis Germersheim


Im Juni dieses Jahres brachte die Bertelsmann-Stiftung die bundesweite Studie „Kulturelle Vielfalt in Städten“
heraus. Hierbei wurde neben 5 weiteren Städten auch unsere Kreisstadt Germersheim betrachtet.
Wir freuen uns, dass wir Herrn Dr. Kai Unzicker von der Bertelsmann-Stiftung für eine nähere Vorstellung dieser Studie gewinnen konnten.
Gleichzeitig wollen wir das Konzept „Demokratie und Vielfalt“ der Kreis SPD vorstellen sowie weitere interessante Initiativen wie das Projekt „Demokratie leben“ aus der Stadt Wörth und Aktivitäten des Vereins Interkultur kennenlernen.
Gerade im Landkreis Germersheim haben wir aus unterschiedlichen Perspektiven eine große Verantwortung, uns dieser Thematik zu widmen.

Wir laden alle Interessierten zu dieser öffentlichen Veranstaltung ein und freuen uns auf wertvolle Informationen und eine spannende Diskussion.

Mittwoch, 17.10.2018 ab 18:30 Uhr
Bürgersaal / Stadtverwaltung
Kolpingplatz 3, 76726 Germersheim


Mit dabei sind:
- Dr. Kai Unzicker, Bertelsmann-Stiftung
- Mario Daum, SPD Wörth
- Klaus Jung, Verein Interkultur
- Ziya Yüksel, AG Migration und Vielfal
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Kalender

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01.05.2026, 11:00 Uhr - 15:00 Uhr Einladung zum Grillfest

02.05.2026, 13:30 Uhr - 17:00 Uhr Gemarkungswanderung des OV Impflingen
Auf einer ca. 3,5-stündigen Wanderung durch unsere Gemarkung lernen wir Impflingen aus einer neuen Pers …

07.05.2026, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr Juso Stammtisch

Unser Ortsbürgermeister und Landtagsabgeordneter

Markus Kropfreiter -  Wahlkreis 51 Germersheim

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