Am 28. Juni 2010 lud Barbara Schleicher-Rothmund, parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, zum Thema„Missbräuchlicher Alkoholkonsum“ in das Deutsche Straßenmuseum ein.
Zuvor besuchte sie mit Staatssekretär Christoph Habermann und Wolfgang Schwarz, Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz, sowie Vertretern des SPD-Ortsvereins Germersheim das hiesige Therapiezentrum. Dort wurde die Gruppe sehr herzlich von der Leiterin, Andrea Schwerdt, und den Mitarbeitern und Bewohnern der Einrichtung empfangen. Nach einem Rundgang durch die Einrichtung bot sich den Gästen bei einem Grillfest und Spielen im Freien die Möglichkeit, mit den Bewohnern und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Nach diesem Informationsbesuch schloss sich die Diskussion „Missbräuchlicher Alkoholkonsum“ im Deutschen Straßenmuseum an. Die Gäste waren:
Staatssekretär Christoph Habermann, Diplom Sozial-Pädagogin Ute Zillmann von der Drogenberatungsstelle Nidro in Germersheim, Diplom-Psychologin Andrea Schwerdt vom AHG Therapiezentrum Germersheim und Wolfgang Schwarz, Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz und ehemaliger Hauptkommissar.
Die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten mit großem Interesse die Vorträge der Podiumsgäste, die über den Alkoholkonsum der Jugendlichen zu berichten wussten, insbesondere auch Erschreckendes, was den missbräuchlichen Alkoholkonsum betrifft. So nahm zum Beispiel die Gesamtzahl der Fälle, bei denen Jugendliche unter 18 Jahren mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, zwischen 2002 und 2008 um 28% zu. Auch wusste Christoph Habermann zu berichten, dass das Einstiegsalter von Jugendlichen in den Alkoholkonsum auf mittlerweile 13 Jahre gesunken sei. Alarmierend sei dabei vor allem, dass die Jugendlichen zwar inzwischen weniger Bier konsumieren würden, allerdings sei eine Zuwendung zu harten Alkoholika zu registrieren. Als sehr positiv empfanden alle Anwesenden die Präventionsmaßnahmen der Polizei, von denen Wolfgang Schwarz berichtete. So würden Kampagnen, die zu einem bewussten Umgang mit Alkohol aufrufen sollen, von den Jugendlichen sehr gut aufgenommen. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass Prävention so früh wie möglich beginnen muss.
Im Anschluss an die Vorträge der Gäste konnten die Anwesenden Fragen stellen.