Ursula Küfner, Fraktionsvorsitzende Eines der Konversionsgebäude in Germersheim ist die ehemalige Reithalle, das lange Gebäude zwischen der Theobaldstraße und der Straße An Fronte Lamotte. Es ist nun schon einige Jahre her, dass die Stadtverwaltung große Pläne mit dem Gebäude hatte und ein Museum darin einrichten wollte. Aus dem Vorhaben wurde jedoch nichts.
Seither steht das Gebäude ungenutzt und sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Der Verfall nimmt ein immer größeres Ausmaß an und je länger mit den dringend notwendigen Renovierungsarbeiten gewartet wird, umso größer werden die Instandhaltungskosten. Auch wenn für dieses Gebäude momentan keine konkrete Nutzung vorgesehen ist, muss die Substanz erhalten werden. So wie jetzt kann dieses Gebäude nicht länger vor sich hingammeln.
Durch seine zentrale Lage, direkt am Busbahnhof, in unmittelbarer Nähe von Stadthalle und dem Park Fronte Lamotte, kommt dem Gebäude eine besondere Bedeutung zu. Die Stadt unternimmt große Anstrengungen, um die touristische Attraktivität Germersheims zu steigern. Es ist aber wichtig, dabei die gesamte Innenstadt einschließlich ihrer Randgebiete zu betrachten. Seit Langem fordert die SPD-Stadtratsfraktion die Erstellung eines umfassenden Tourismuskonzepts. Mit viel Geld werden Lazarettgebäude, Weißenburger Tor und Paradeplatz mit Luitpoldplatz herausgeputzt. Das macht keinen Sinn, wenn gleichzeitig Gebäude, die sich in städtischer Hand befinden, dem Verfall preisgegeben werden.
Die SPD hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sich der Bauausschuss unbedingt mit dem Thema ehemalige Reithalle beschäftigen muss.
Wir freuen uns, dass nun endlich ein Termin für eine Begehung der Örtlichkeiten feststeht. In Vorbereitung zur nächsten Bauausschusssitzung Anfang Juni werden sich die Ausschussmitglieder zu einer Begehung der ehemaligen Reithalle treffen. Die SPD bleibt dran!