Ludwigshafen/Germersheim, 25.Mai 2008. Die Jusos Rheinland- Pfalz haben sich auf ihrer außerordentlichen Landeskonferenz einer Resolution der Juso Stadt- und Kreisverbände Germersheim gegen den Bau eines Kohlekraftwerkes in Germersheim angeschlossen. Der Kreisvorsitzende Daniel Bambauer kritisiert neben der auf der Insel Grün nur mangelhaft möglichen Kraftwärmekopplung und dem erhöhten Ausstoß von CO2, Dioxinen und Schwermetallen auch die geplante Verwendung von Steinkohle, die etwa aus Afrika importiert werden müsste. „Fair Trade- Produkte sind das mit Sicherheit nicht,“ geben die JungsozialistInnen auch die menschlichen Konsequenzen zu bedenken.
Neben dem speziellen Fall Germersheim erteilen die Jusos Rheinland- Pfalz aber auch allen weiteren Planungen von Kohlekraftwerkneubauten eine Absage. „Wir sind der Überzeugung, dass sich Energieversorgung und - sicherheit in Zukunft ohne Kohle realisieren lassen wird. Hier müssen noch mehr Mittel in die Forschung investiert werden – nicht in neue Kohlekraftwerke. Wenn man vor Jahren nicht visionär den Atomausstieg gegen viel Kritik beschlossen hätte, hätte man das Ziel heute nicht erreichen können. Beim Thema Kohle wollen die Jusos entsprechend vorangehen“, bekräftigt der Juso Landesvorsitzende Fabian Löffler den Beschluss der Landeskonferenz. „Gerade Rheinland- Pfalz mit seiner Pilotanlage zur Tiefengeothermie leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von grundlastfähigen regenerativen Energieträgern. Atomstrom lehnen wir Jusos weiterhin ab und lassen uns auch nicht auf Debatten ein, die Atomenergie als Alternative zur Kohle darzustellen versuchen“, führt Markus Leidinger, stellvertretender Juso Landesvorsitzender aus.