Jusos gegen „Killerspiel"-Verbot

Veröffentlicht am 07.12.2006 in Allgemein
Jugendkultur ist nicht für Verrohung der Gesellschaft verantwortlich

Die Jusos in der Südpfalz sind gegen ein Verbot von Videospielen. Die Befürworter eines Verbots blenden nach Ansicht von Juso-Chef Simon Lavo die gesellschaftlichen und sozialen Probleme aus, die zu Taten wie dem Emsdettener Amoklauf führen.

Verbot, Zensur und die Bevormundung von Videospielern sei der falsche Weg. Auch die Analyse zum Thema Medien und Gewalt des Bundesfamilienministeriums aus dem vergangenen Jahr habe keine Belege für einen Zusammenhang zwischen Videospielen und Gewalttaten finden können.

Die Jusos kritisieren, dass die Jugendkultur für die Verrohung der Gesellschaft verantwortlich gemacht werde. Wie schon nach dem Amoklauf in Erfurt, stehe vor allem das PC-Spiel „Counterstrike" im Kreuzfeuer der Kritiker, weil der Amokläufer Bastian B. sich angeblich vor allem mit diesem Spiel beschäftigt habe. Angesichts der Verbreitung dieses und ähnlicher Spiele sei dies aber kein Beleg für den Zusammenhang mit dem Amoklauf. „Durch ein Verbot von Videospielen wird kein einziger Amoklauf verhindert", meint Lavo. Besser wäre es, die Politik würde sich mit den Hintergründen der Tat auseinandersetzen.

 
 

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