Dr. Albrecht Gill, Mitglied im Kulturausschuss Die Stadt Germersheim tut sich nicht leicht mit ihrem Kulturausschuss und der systematischen Weiterentwicklung kultureller innerstädtischer Veranstaltungen.
Schwierig scheint es schon bei der Frage zu werden was Kultur überhaupt ist. Nach der Definition der städtischen Verantwortlichen offensichtlich nur das Festlegen der aufzuführenden Stücke im Rahmen des Theaterabonnements in Germersheim. Dies zumindest ist seit Jahren der einzige Tagesordnungspunkt des Kulturausschusses der Stadt Germersheim, der auch deshalb nur einmal im Jahr tagt.
Wenn jetzt also nun die Fraktion der CDU die Auflösung des Kulturausschusses und die Übertragung des Themas Theaterabonnements an einen anderen Ausschuss beantragt, dann ist das nachvollziehbar und durchaus plausibel, wenn man nur diesen Verantwortungsbereich als Maßstab für das Wirken eines städtischen Kulturausschusses sieht.
Wenn die städtischen Verantwortlichen also nicht bereit sind über Kultur, Kulturförderung und damit auch die Zuständigkeiten eines Kulturausschusses neu nachzudenken, dann sollte man in der Tat besser den Kulturausschuss abschaffen.
Aber: Die Kreisstadt Germersheim ohne kulturfördernden Ausschuss? Irgendwie doch erstaunlich oder doch nicht?
Dass es auch anders geht, zeigt wieder einmal ein Blick auf unser doch so schönes Nachbarstädtchen Speyer. Wer sich hier über das Wirken des dortigen Kulturausschusses informieren will, findet vieles im Internet. So zum Beispiel die jeweilige Agenda, Teilnehmerliste und Ergebnisprotokolle der Kulturausschuss-Sitzungen und das seit vielen Jahren.
Allein schon diese Art der öffentlichkeitswirksamen Transparenz städtischer Gremien sollte uns zum Nachahmen anregen. Denn Transparenz wollen wir doch hoffentlich alle und dies nicht nur für den Kulturausschuss.
Die Fraktion der SPD Germersheim bezieht sich deshalb noch einmal auf ihren Antrag vom 08.12.2011 zur Erweiterung der Kompetenzen des Kulturausschusses.