Landrat Fritz Brechtel (CDU) und Bürgermeister Marcus Schaile (CDU). Fotos: Landkreis Germersheim und Stadt Germersheim Zum Thema Breitband-Internet gaben Landrat Fritz Brechtel (CDU) und der Germersheimer Stadtbürgermeister Marcus Schaile (CDU) im zweiten Halbjahr 2010 viele schöne Worte von sich. Brechtel verkündete, mangelversorgte Gemeinden „schnellstmöglich“ und „tatkräftig“ zu unterstützen. Schaile ließ wissen, dass er es nicht hinnehmen will, dass Germersheim als größte Stadt im Landkreis selbst unterversorgte Stellen hat. Mindestens weite Teile des über 4.700 Einwohner starken Germersheimer Ortsteils Sondernheim sind nur mangelhaft an das Breitband-Internet angebunden.
„Mitte Januar dieses Jahres endete das Interessenbekundungsverfahren für Sondernheim. Dabei meldete sich kein Netzanbieter, der den Ortsteil flächendeckend und adäquat an das Breitband-Internet anbindet. Seitdem, also seit über 7 Monaten, vermeldeten der Landrat und der Stadtbürgermeister keine neuen Entwicklungen mehr, die zu einer Verbesserung der Breitband-Anbindung führen könnten“, ärgert sich Benjamin Engelhardt, Vorsitzender des Juso-Kreisverbands Germersheim.
„In Sitzungen des Stadtrates Germersheim und des Ortsbeirates Sondernheim wandten sich die SPD-Fraktionen an Stadtbürgermeister Schaile und den Ortsvorsteher Rolf Glück (CDU), erhielten aber jeweils keine zufriedenstellende Antwort auf ihre Fragen. Es entsteht leider der Eindruck, dass der Wille zur Lösung des Problems fehlt und Sondernheim in dieser Sache nicht mehr oberste Priorität genießt“, ärgert sich auch Daniel Bambauer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Germersheim-Sondernheim.
„Wir fordern den Landrat, den Stadtbürgermeister und den Ortsvorsteher dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen, so wie es Jusos und SPD unter anderem in Scheibenhardt und Hördt tun. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sowie einer weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Infrastruktur Sondernheims sind statt schöner Worte nun Taten gefragt“, so Engelhardt abschließend.